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Naturheilpraxis Gruß, Heilpraktiker

 

Faszien – ohne sie geht nix


                                   

Faszien sind ein wichtiger Bestandteil vieler Lebensformen

Faszien sind feine, zähe bindegewebige Häute. Jedem, der schon einmal Fleisch zubereitet hat, sind diese milchig-weißen Häute, die das rohe Steak umhüllen, schon einmal aufgefallen. Beim Menschen werden Muskeln ebenfalls von  Faszien umhüllt und einzelne Muskeln voneinander abgegrenzt.

Faszien besitzt jede Lebensform und  bildet so die Grundmatrix des Lebendigen.

 

Ein Bindegewebe mit vielen Aufgaben in unserem Körper

Neben der Trennung von Muskeln, erfüllt das fasziale Bindegewebe noch viele weitere wichtige Aufgaben.

Selbst die Lymphe wird zwischen den Faszien abgeleitet und transportiert sowohl Abbauprodukte aus unseren Zellen, als auch wichtige Aufbaustoffe zu den Zellen. Jede Muskelbewegung ist für den Transport der Lymphe wichtig. Aus diesem Grund kann es möglich sein Faszien „verkleben“ können, wenn es durch zu einem Stau der Lymphe kommt. 

 

Faszien sind mit Nervenendigungen durchsetzt

Die menschlichen Faszien umhüllen neben den Muskeln auch jeden Knochen, unsere Organe und selbst die Nerven. Dabei können sie hauchdünn oder mehrere Millimeter stark im Körper vorkommen und zahlreich mit sympathischen Nervenendigungen durchsetzt. Dadurch wirken Faszien auf unser vegetatives Nervensystem, welches großen Einfluss auf lebenswichtige Körperfunktionen wie Atmung, Verdauung und einzelne Organe hat.

 

Die Faszienspannung kann von der Psyche beeinflusst werden

Entspannung und eine innere Ruhe  senken unsere Körperspannung. Stress als Gegenspieler steigert die  Grundspannung. Aber auch ein anderer Weg ist möglich. Stehen unsere Faszien unter hoher Spannung, fühlen wir uns gestresst und leistungsschwach.

 

Wer rastet der rostet -  Beweglichkeit und Faszien

Für die Gesamtbeweglichkeit sind die Faszien sehr wichtig. Durch psychischen Stress, Operationen, Schonhaltungen sowie Bewegungsmangel und falschen Gebrauch des Körpers verkürzen und verhärten sich Faszien. So werden gut  dehnbaren Strukturen (Elastin) in zähes, kaum dehnbares Kollagen umgebaut. Der Muskelapparat wird starr und unbeweglich. Das Endergebnis daraus ist ein eingeschränkter Bewegungsspielraum unserer Muskeln und Gelenke 

 

Faszien als Schmerzauslöser

Lange Zeit stand ein gezieltes Faszientraining gar nicht im Fokus der Schmerzlinderung, da die Bedeutung der Faszien völlig unterschätzt wurde. „Ihre wichtige Rolle für den Bewegungsablauf ist wissenschaftlich eine relativ neue Erkenntnis“, so Robert Schleip, der seine Forschungen gemeinsam mit einer Arbeitsgruppe der Universität Ulm durchführt.

Die Faszien schaffen den Ausgleich zwischen Stabilität und flexibler Geschmeidigkeit. Wird das Fasziennetz aber vernachlässigt, kommt es früher oder später zu Verspannungen und Schmerzen, außerdem zu Verletzungen wie Zerrungen. Bei alledem zeichnet Faszien die Eigenschaft aus, sich auch unabhängig von der Muskulatur zusammenzuziehen.

 

Faszien lassen sich beeinflussen

Mit Hilfe von Ernährung  ist es fast unmöglich, kollagene Verdickungen oder Verklebungen des Bindegewebes aufzulösen und die Faszien langfristig zu mobilisieren. Der Einfluss auf die Faszien ist äußerst gering. Allerdings lassen sich Faszien  sehr gut durch einen manuellen subtilen Druck (z.B. Massage, Faszientherapie, usw.) lösen und mobilisieren.

Hierfür gibt es mittlerweile etliche Kurse oder Hilfsmittel (Black Roll), die dabei helfen Verklebungen der Faszien zu lösen. In schweren Fällen lohnt ein Gang zum Osteopathen, Rolfer oder anders faszial arbeitenden Therapeuten